Patient zu Hause!
(...und nicht selbstrettungsfähig!)
 

Es geschieht immer wieder!

 

 

Um Patienten aus einer Gefahrensituation in Sicherheit bringen zu können, sind für
die Angehörigen eines "nicht selbstrettungsfähigen" (also nicht gehfähigen) Patienten
die gleichen Hilfsmöglichkeiten möglich, wie die, die auch im Krankenhaus oder im
Pflegeheim anzuwenden sind.

Die Reihenfolge der notwendigen Maßnahmen sind im Kürzel

                 
"Retten-Räumen-Raus!"

enthalten. Vorbereitungen sind hilfreich, insbesondere für den Brandfall.
Die vorbereiteten Maßnahmen sollte der Patient kennen,
weil diese seiner Sicherheit dienen.
Es sind dies:

a) Ein Rauchwarnmelder an der Decke im Zimmer der warnt, wenn
    es
zu einem Brandgeschehen kommen sollte. Eine Information des Ministeriums für Verkehr und
                  Infrastruktur Baden-Württemberg.
 

b) Eine Präsentation (als PDF-Datei) zum Thema Rauchwarnmelder.
     Unterstützung auch zum Einbau im Krankenzimmer

 

 

Wichtiger Hinweis: Rauchwarnmelder dienen dem Personenschutz, sie warnen aber alarmieren nicht die Feuerwehr, also nicht vergessen, über den Notruf 112 Hilfe holen!

 

 

c) Hilfe! ... vom Krankenhaus nach Hause verlegt!
Eine Evakuierungseinlage im Bett ermöglicht es (auch einer Einzelperson) einen nicht gehfähigen Patienten (= nicht selbstrettungsfähig!) rasch auf das Niveau des Zimmerboden zu bringen und aus dem Raum zu schaffen.

 

 

d) Der Flur vor dem Patientenzimmer kann als nächstgelegener "Rauchabschnitt", der Treppenraum als "Rettungsabschnitt" dienen.


Im Brandfalle ist die Zeit knapp.

Schlägt der "Rauchwarnmelder" Alarm, so gilt:

1.Zustandskontrolle des Raumes/des Patienten!
   Ist im Krankenzimmer noch alles in Ordnung? Hat der "Rauchwarnmelder" einen Fehlalarm ausgelöst? Wenn Fehlalarm,
   dann das Alarmsignal abstellen!
2. Wenn Brandfall (Rauchentwicklung dann sofort:
    > Ursache beseitigen,

   nur soweit die Ursache eindeutig erkannt, überschaut und beseitigt werden kann.
   Kein Risiko eingehen, keine Zeit verlieren! Wenn die Beseitigung der Ursache nicht möglich erscheint:
3. Menschenrettung vor Brandbekämpfung

 

   > "Retten" und Hilfe holen!

Patient aus dem Zimmer schaffen! Türe zum Brandraum sofort zumachen!
Am schnellsten geht dies auf der Evakuierungseinlage, samt Matratze,
Bettzeug und Patient!
Der Patient befindet sich nun im "Rauchabschnitt Flur"! Dies sollte in weniger als 3 Minuten geschehen.


   > Notruf 112 anrufen und Hilfe holen!

 Für die Hilfeanforderung ist im Notrufinhalt wichtig, dass das
 
Wo
(Ort, Straße, Hausnummer) und das
 Was
(Brand, Menschenleben in Gefahr)  genannt wird.
 Der Notruf wird von Fachleuten abgefragt. Man wird Sie fragen, wenn man mehr
 wissen will, also nicht sofort auflegen (Rückfragen abwarten!), wenn dies noch möglich ist.

 

> "Räumen" und Patient in den "Rettungsabschnitt Treppenraum" schaffen

   Info: Selbst wenn es inzwischen im "Patientenzimmer in vollem Ausmaß brennen sollte, der
  Treppenraum (nicht bei intern offener Treppe) ist der sicherste Ort, wenn nicht vergessen
   wurde die Türen (vom Patientenzimmer; vom Wohnungsabschluss) zuzumachen, -
   ohne abzuschließen! Darauf vertrauen, dass "Die Feuerwehr hilft!"

   Löschversuche
  nur, wenn dies wirklich und ohne jede eigene Gefährdung möglich ist.

   Den Patienten hierwegen nicht alleine lassen!

 

 

> "Raus" hat etwas Zeit. Unmittelbare Nachbarn rufen. Patient versorgen.
  Bis Hilfe (Feuerwehr; Rettungsdienst; Polizei) kommt wird es etwa 10 Minuten dauern.
  Die erforderlichen Kräfte werden von der Notrufzentrale verständigt. Sie müssen nicht
  die einzelnen Stellen anrufen. Ihr Hilferuf auf Notruf 112 wird gehört!
  Mit dem Patienten auf der Evakuierungseinlage ist von Ihnen (samt Patient) leicht bis
  zum Ausgangsgeschoss zu überwinden; die Maßnahme ist einfach!

 

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Noch ein Hinweis zur Hilfe für Rollstuhlfahrer:
> Ein Rollstuhl ist kein Tragestuhl!
> Im Brandfall keinen Aufzug benutzen!
> Der Rettungsdienst kann einen Tragestuhl einsetzen.

> Die Feuerwehr kann helfen, z.B. mit dem dem Rettungsgriff nach Rautek, oder
   mit Rettungstuch als Sitztragetuch, oder (besser) mit einem Tragesitz!    
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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